Was wir wollen

Empowern.

Wir sehen viele Gruppen, die mit wenig Ressourcen Großartiges leisten. Wir wollen nicht die nächste Gruppe sein, sondern unsere Kapazitäten nutzen, um bestehende Strukturen zu stärken. Das wollen wir durch Wissensvermittlung und Skillsharing erreichen. Denn viele Gruppen können Vieles, aber je mehr Wissen und Skills es in den Strukturen gibt, desto effektiver kann gearbeitet werden, und desto mehr kann erreicht werden. Deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, praktische Fähigkeiten in Workshops weiterzugeben, um Strukturen zu empowern. Diese praktischen Skills tragen dazu bei, dass Gruppen effektiv arbeiten, professionell auftreten, moderne Tools und Techniken benutzen, und gleichzeitig sicher und hierarchiekritisch bleiben. Wir finden: Die sozialen Zustände lassen uns keine Zeit für Larifari. Der große Wandel muss jetzt passieren, nicht irgendwann. Deshalb brauchen wir jetzt effektive Gruppen, Kampagnen und Aktionen, die einschlagen, die Gesellschaft erreichen, und eine bessere Welt erkämpfen. 

Hierarchien abbauen. 

Wir denken, dass Wissensmonopole Hierarchien verfestigen. Deshalb ist es gut, wenn möglichst viele Menschen viele unterschiedliche Skills haben. Auch soll das Monopol nicht bei den Referent*innen verbleiben: wir konzipieren Workshops so, dass Teilnehmende anschließend wieder anderen Wissen weitergeben können. Dazu veröffentlichen und verbreiten wir alle Handouts und Materialien unter copy left. Außerdem haben unsere Workshops Skillshare-Charakter: Alle tragen also ihr Wissen mit in die Runde. Zusätzlich arbeiten wir daran, eLearning-Workshops zu entwickeln, damit das Wissen zeitgleich auch an Orte kommt, an die unsere Referent*innen nicht kommen.

Vernetzen

Mit unseren Skillsharing-Momenten vernetzen wir Strukturen und Referent*innen miteinander. Darüber hinaus organisieren wir gruppenübergreifende Skillshare-Momente auf Seminaren und Camps, in denen sich Strukturen und Aktivist*innen miteinander vernetzen. Uns ist wichtig, das Gruppen von- und miteinander lernen, damit nicht jede*r das Rad neu erfindet. Und zusammen sind wir eh viel stärker. 

Umsonst sein.

Wir entziehen uns der kapitalistischen Logik, das alles einen Preis haben muss. Wir wollen auch nicht dazu beitragen, dass Strukturen künftig liquide sein müssen, um Bildungsarbeit zu erhalten – denn so werden die guten Organisationen immer besser, und kleine, junge Gruppen bleiben außen vor. Bildung sollte sowieso keinen Preis haben. Trotzdem zahlen wir Referent*innen ein Honorar, das wir aus Finanzanträgen finanzieren. Natürlich gibt es Referent*innen und Kollektive, die von ihren Honoraren leben – wir richten uns deshalb explizit an Gruppen, die keine oder wenig Kohle haben. 

Utopien.

Ja, Utopie ist vielleicht ein Hippie-Wort. Aber für einen radikalen Wandel brauchen wir Visionen. Utopien helfen uns, in die richtige Richtung zu denken, geben uns Energie und ein Ziel. Deshalb wollen wir in unseren Workshops nach Möglichkeit utopie-orientiert arbeiten: durch Methoden wie Dragon Dreaming, mit der Theory of Change, und mit Visionen-Runden. Außerdem organisieren wir „utopische Exkurse“ mit wechselnden Inhalten, in denen es darum geht, Utopie zu denken und zu erleben.