Dieses Jahr sind wir mit einem Programmzelt auf dem System Change Camp (SCC) am Start, das dieses Jahr im Grüneburgpark in Frankfurt am Main stattfinden wird. Vom 18. bis 24. August wird es dort Vorträge, Skillshares, Filmvorführungen, Ausstellungen und Workshops geben.
Wir teilen uns ein Programmzelt mit Wald statt Asphalt (WsA). Der Name unseres Zelts lautet daher „Waldbesetzung 4 Utopia“
Passend zum diesjährigen Schwerpunkt „Bewegungsgeschichte“ werden unsere Freund*innen von WsA auch Menschen aus vergangenen Kämpfen wie Startbahn West zu Wort kommen lassen. Aber auch internationale Proteste z.B. gegen die geplante Lithium-Mine im portugiesischen Barroso stellen sich vor.
Wir werden uns u.a. mit Sicherheitskultur, Umgang mit Burnout sowie Resilienz im politischen Aktivismus beschäftigen, da dies unserer Ansicht nach in der Vergangenheit etwas zu kurz kam. Unser gesamtes Programm findet ihr weiter unten.
Über alle nötigen Infos zur Location etc. könnt ihr euch direkt beim SCC informieren: https://www.system-change-camp.org/.
Programm
- Montag, 18.08
- Dienstag, 19.08.
- Mittwoch, 20.08.
- Donnerstag, 21.08.
- Freitag, 22.08.
- Samstag, 23.08.
- Sonntag, 24.08.
- Noch nicht terminiert
Dieser Workshop ist zweiteilig und der zweite Teil baut auf ersterem auf.
Das Thema Sicherheit in politisch aktiven Gruppen umfasst mehr als Gespräche über die richtige Chatgruppe und die Verschlüsselung von Mails. Wann nutze ich vielleicht einen anderen Namen? Kann ich ein Plenum auch bei mir daheim stattfinden lassen? Muss ich bei einer neuen Person in der Gruppe erstmal vorsichtig sein?
Im Workshop wollen wir uns mit dem Konzept und verschiedenen Aspekten von Sicherheitskultur beschäftigen.
Es wird nicht primär um technische Sicherheit gehen, sondern um soziales Miteinander und organisatorische Praxis.
Dabei soll nicht die eine, richtige Antwort präsentiert, sondern über verschiedene Werkzeuge gesprochen werden die genutzt werden können.
Es ist gut, wenn du schon etwas Erfahrung gesammelt hast in einer politischen Gruppe aktiv zu sein um mit den Inhalten eine gute Übertragung in deine Praxis zu machen. Was für eine Gruppe das ist oder war musst du nicht nennen.
Der Workshop findet unverstärkt in deutscher Lautsprache statt und kann bei Bedarf flüsterübersetzt werden. Es wird Phasen im Plenum und auch in Kleingruppen geben. Assistenzpersonen und Fidget Toys sind willkommen.
Dieser Workshop ist zweiteilig und der zweite Teil baut auf ersterem auf.
Das Thema Sicherheit in politisch aktiven Gruppen umfasst mehr als Gespräche über die richtige Chatgruppe und die Verschlüsselung von Mails. Wann nutze ich vielleicht einen anderen Namen? Kann ich ein Plenum auch bei mir daheim stattfinden lassen? Muss ich bei einer neuen Person in der Gruppe erstmal vorsichtig sein?
Im Workshop wollen wir uns mit dem Konzept und verschiedenen Aspekten von Sicherheitskultur beschäftigen.
Es wird nicht primär um technische Sicherheit gehen, sondern um soziales Miteinander und organisatorische Praxis.
Dabei soll nicht die eine, richtige Antwort präsentiert, sondern über verschiedene Werkzeuge gesprochen werden die genutzt werden können.
Es ist gut, wenn du schon etwas Erfahrung gesammelt hast in einer politischen Gruppe aktiv zu sein um mit den Inhalten eine gute Übertragung in deine Praxis zu machen. Was für eine Gruppe das ist oder war musst du nicht nennen.
Der Workshop findet unverstärkt in deutscher Lautsprache statt und kann bei Bedarf flüsterübersetzt werden. Es wird Phasen im Plenum und auch in Kleingruppen geben. Assistenzpersonen und Fidget Toys sind willkommen.
Sozialpolitisches Engagement verlangt viel Kraft und Ausdauer. Zusätzlich zu dem Engagement gegen soziale, ökologische und wirtschaftliche Missstände kommen auch noch Dynamiken in unseren Arbeitsgruppen und persönliche (Grund)Bedürfnisse dazu. BÄNG! Um ein besseres Verständnis für überfordernde Situationen zu erlangen, bedarf es kritischer Räume, in denen eigene und systemische Wirkmechanismen hinterfragt werden können. Stress oder Burnout ist kein individuelles Problem fehlender Leistungsfähigkeit. Im Workshop finden wir Sichtweisen und Lösungsansätze für diese Themen. Dazu werden wir uns austauschen, reflektieren und ihr bekommt Werkzeuge für eure eigene Praxis. Auch gibt es ein paar kurze spannende Inputs für euch. Der Workshop richtet sich an alle, die Überforderung erleben, beobachten oder dieser vorbeugen wollen.
Selbstfürsorge wird als individualisierte Praxis verkauft, in der sich v.a. weiße, wohlständische Menschen in ihrer Freizeit von den Strapazen ihres privilegierten Lebens erholen. Entsprechend haben viele Aktivistis Widerstände und kasteien sich lieber selbst im Anblick der globalen Schieflagen. Erholung und Selbstzuwendung haben allerdings einen hohen subversiven Wert in globalen Befreiungskämpfen. Die neoliberale Idee der Resilienz, also der Widerstandskraft, darf überwunden werden. Wir fragen: Welche Bedeutung hat (kritische) Selbstfürsorge/SelfCare für unsere widerständische Praxis? Wie kann GroupCare gelebt werden? Im Workshop werden wir uns Zeit nehmen, um uns auszutauschen und Methoden der kritischen Fürsorge auszuprobieren, sowie diese mit unserem politischen Engagement verknüpfen.
Kommt mit uns in den Banny, die Waldbesetzung bei Frankfurt. Wir treffen uns um 15 Uhr am Wald-statt-Asphalt-Zelt und fahren gemeinsam in den Banny. Beim Waldspaziergang zeigen wir euch die Baumhäuser und was sonst noch alles zu einer Waldbesetzung dazu gehört. Bei Interesse könnt ihr anschließend auch noch länger im Wald bleiben, bei einem Kletterskillshare mitmachen, Abends am Lagerfeuer sitzen und auch übernachten.
Bei Badarf gibt es auch wieder eine geführte Rückfahrt die bis zum Abendessen wieder im Camp ist.
In dem Vortrag zur Protestfotografie wird darauf eingegangen, wie die bestmöglichen Bilder in entsprechenden Situationen geschaffen werden können. Es wird dabei auf verschiedene Situationen des Protests eingegangen. Den Vortrag halten Menschen, die in Demos, Besetzungen und Blockaden fotografiert haben.
Der Vortrag soll für Einsteiger, Fortgeschrittene und Interessierte offen sein. Es soll Raum geben für Informationen, Fragen und Austausch zu dem gesamten Thema „Fotografie im Protest“.
Mit einer Zwille Kartoffeln auf ein Gentechnikversuchsfeld schleudern, bei Beginn einer Räumung die Telefonnummer der lokalen Oberbürgermeisterin veröffentlichen, im Namen der lokalen Verkehrsbetriebe öffentlich den Nulltarif ankündigen oder einen Zug voller Neuwagen stoppen und als Straßenbahn verkleiden: Widerständigkeit lebt maßgeblich von der Vielfalt der Aktionsformen. Was gibt es, wie geht es und wie verhindern wir, dass unsere Aktionsformen zur routinierten Folklore verkommen?
Wir werden uns mit queeren Kämpfen in der Vergangenheit und Gegenwart beschäftigen. Welche vergangenen Kämpfe inspirieren uns, welche queeren Themen gibt es auch heute noch und wie können Aktionen dafür aussehen. Der Workshop wird interaktiv und spielerisch sein. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Im Mittelpunkt des Workshops stehen queere Perspektiven, aber auch nicht-queere Personen sind willkommen.
In unserem Vortrag geben wir euch einen aktuellen Überblick über alle aktiven Waldbesetzungen und deren Kämpfe.
Die Besetzung des Dannenröder Waldes war die wohl bislang größte Baumhausbesetzung. Die Räumung der mehreren hundert Strukturen zog sich über mehrere Wochen hin. Als Ende 2020 schließlich das letzte Baumhaus zerstört und der letzte Baum gefällt wurde, stand für uns fest: In jedem Ende steckt auch ein Neubeginn. Und der Kampf gegen die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen hat gerade erst begonnen.
„They tried to bury us but they didn’t know we were seeds.“
Tatsächlich entstanden nach der Räumung des Dannenröder Waldes zahlreiche neue Waldbesetzungen. Das Wissen, dass im Danni und zuvor im Hambi gesammelt wurde, wurde von Besetzung zu Besetzung weitergegeben. Wo auch immer Wälder und Moore von Megainfrastrukturprojekten bedroht werden, steigen heute Menschen in die Bäume und fordern: Wald statt Asphalt!
Nach einer kurzen Einführung über den Ursprung und die Arbeit von „Wald statt Asphalt“ nehmen wir euch mit auf eine Reise durch die aktiven Waldbesetzungen und informieren euch, welche Orte in der kommenden Rodungssaison besonders bedroht sind und wie ihr sie unterstützen könnt.
Ein alter Wald. Eine umstrittene Autobahn. Und eine Generation, die nicht mehr schweigt.
Der bildgewaltige Dokumentarfilm erzählt vom erbitterten Kampf um den Dannenröder Wald und das Dorf Lützerath – und von jungen Menschen, die der Klimakrise nicht länger tatenlos zusehen wollen.
Mit eindrucksvollen Bildern, persönlichen Geschichten und kritischer Analyse zeigt der Film, wie tief die Kluft zwischen politischen Versprechen und realem Handeln ist – und warum echter Wandel nur durch Widerstand möglich scheint.
Umweltzerstörung, Erwähnung von Gewalt gegen Aktivisti
Da im Oktober wieder die Rodungssaison ansteht, wollen wir uns gemeinsam mit der aktuellen Lage der Besetzungen im Sündi und im Hambi auseinandersetzen.
Wie geht es weiter?
Was ist gerade der Stand?
Was ist möglich und was wird dafür gebraucht?
Bringt gerne auch eigene Fragen mit, auf die ihr Antworten sucht. Wir freuen uns auf den Austausch mit euch!
In den letzten Jahren sind Waldbesetzungen zu einer der sichtbarsten Proteststrategien innerhalb der deutschen Bewegung für Klimagerechtigkeit geworden. Während einige Besetzungen versucht haben, Wälder vor der Ausweitung des Braunkohletagebaus und dem Bau von Autobahnen zu schützen, wehrt sich eine neuere Besetzung südlich von Frankfurt gegen die Erweiterung einer Sand- und Kiesgrube, die von einem lokalen Unternehmen betrieben wird.
Ausgehend von dieser Besetzung geht dieser Vortrag verschiedenen Spuren dieser Fallstudie als Beispiel für zeitgenössische sozial-ökologische Konflikte nach, die sich um den Schutz der Wälder vor dem Sand- und Kiesabbau drehen. Eine Spur folgt Waldbesetzungen als Proteststrategie, in der andere Formen und Alternativen von Mensch-Natur und Mensch-Wald-Beziehungen gedacht und praktiziert werden. Die nächste Spur folgt den globalen Warenströmen von Sand und Kies bis hin zu den lokalen Kämpfen gegen diese Form der Ausbeutung natürlicher Ressourcen (Extraktivismus) und der Kommodifizierung der Natur. Die letzte Spur verweist auf die Auswirkungen von Sand- und Kiestagebaus auf die lokalen Wälder, die lokale Bevölkerung und die lokalen Kämpfe um Klimagerechtigkeit.
In Zeiten der Klimakrise und der Bedrohung eines Klimakollapses wird es immer wichtiger, über die Zukunft und mögliche Zukünfte nachzudenken. In dieser Austauschrunde sollen verschiedene Vorstellungen von Zukunft erkundet und darüber gesprochen werden, welche Formen von gemeinsamer Zukunft in der Klimakrise möglich und vorstellbar sind. Wie können wir füreinander sorgen, während wir uns widersetzen? Welche alternativen Formen von Gemeinschaft werden im Hier und Jetzt erprobt? Welche Art von Gemeinschaft(en) wünschen wir uns für die Zukunft? Diese Runde lädt ein, gemeinsam zu denken, zu reflektieren und uns kreativ eine gemeinsame Zukunft vorzustellen.
Dieser Dokumentarfilm beleuchtet die Schattenseiten des Kiesabbaus für die Natur und die Menschen anhand konkreter Beispiele in Schaafheim, Babenhausen und Langen.
Dort befindet sich wertvoller Sand unter der Erde. In unserer profitorientierten Welt wird der Sand immer schneller abgebaut und wenig Rücksicht auf die Natur genommen. Wertvolle Wälder sollen dem Kiesabbau weichen, obwohl wir diese im Kampf gegen den Klimawandel und für die Trinkwasserversorgung der Metropolregion sehr dringend brauchen.
English plain language:
We will explore the historical context of the Uprisings of the Earth, a French ecosocial movement with over 150,000 declared members. We will discuss its theoretical influences and critiques, as well as the complexity of the movement and its tactics, which range from petitions to disarmament and sabotage. We will address the organizations involved in the „Uprisings,“ the legal challenges they face, some past campaigns, and the future goals of the Soulèvements de la Terre. After that, we will have small group discussions before coming together for a larger conversation on the topic.
Wir sprechen über die Geschichte der sogenannten Aufstände der Erde. Das ist eine französische Bewegung für Klimagerechtigkeit mit mehr als 150.000 Mitgliedern.
Wir erklären, wie die Bewegung denkt und was an sie kritisiert wird. Wir zeigen, dass die Bewegung kompliziert ist und verschiedene Methoden hat. Dazu gehören Petitionen, aber auch Entwaffnung /Sabotage.
Wir sprechen über die Organisationen, die bei den „Aufständen“ mitmachen, über rechtliche Probleme, einige frühere Kampagnen und die Ziele für die Zukunft der Soulèvements de la Terre.
Dann gehen wir in Kleingruppen, in denen wir uns austauschen. Am Ende kommen wir alle zusammen und reden über das Thema.
Ella will facilitate an abolition round, where using their lived experience explore together a world without cops, prisons, court, migrant detention centres, armies and surveillance, essentially a post capitalist world. Their story described in recently published book ‘Gefangenschaft überwinden‘ / ‘Imprisonment is for Burning’ is intended by the previously anonymous activist to reflect on the forest movement and the efforts we’ve made to bring this world about. Questions and discussion encouraged to imagine further the dismantling, transforming and crafting of a new reality.
All who dream of a reappropriated life welcome.
Seit 7 Jahren leisten die AnwohnerInnen in Covas do Barroso (Nordportugal) Widerstand gegen die Zerstörung ihrer Natur- & Kulturlandschaft durch den geplanten Lithiumabbau.
Freitag, 22.08.2025 von 16:30 – 18:00 Vortrag über den bisherigen Verlauf und die momentane Situation in Barroso.
Freitag, 22.08.2025 von 20.30 – 22:00 Film & Diskussion „Wie können wir den Widerstand in Barroso unterstützen?“
Seit 7 Jahren leisten die AnwohnerInnen in Covas do Barroso (Nordportugal) Widerstand gegen die Zerstörung ihrer Natur- & Kulturlandschaft durch den geplanten Lithiumabbau.
Freitag, 22.08.2025 von 16:30 – 18:00 Vortrag über den bisherigen Verlauf und die momentane Situation in Barroso.
Freitag, 22.08.2025 von 20.30 – 22:00 Film & Diskussion „Wie können wir den Widerstand in Barroso unterstützen?“
Eine Geschichte über den Kampf für Walderhalt in der Klimakrise, die unnötige Erweiterung eines klimaschädlichen Stahlwerks und einer vermutlich illegalen Genehmigung für eine vorgezogene Rodung. Wie wir dafür ins Gefängnis kamen. Und wie das Bundesverfassungsgericht die Gefängnisleitung zwang, mich vorzeitig wieder zu entlassen.
Und über den Kampf für die Bauwende im Altdorfer Wald in Ravensburg beim Bodensee.
Aktivistische Kritik buchstäblich an der zuständigen Bezirksregierung endete in einem Gerichtskrimi durch die AugsburgerJustiz, die sich nach wie vor entschlossen zeigt, die laut Bundesverfassungsgericht besonders geschützte Machtkritik der Aktivist*innen möglichst hart zu bestrafen.
Ein Vortrag über den kreativen Umgang mit Repressionen mit Einblicken hinter die Gefängnismauern.
Vom Kampf der Augsburger Justiz gegen kreativen Protest für den Erhalt der Lebensgrundlagen.
Memes inklusive.
Der Vortrag handelt von der Treburer Waldbesetzung 2018 gegen den Bau der Startbahn Nord des Frankfurter Flughafens, mit Fokus auf die Entstehung der Besetzung und deren Räumung. Zusätzlich gibt es noch eine Ergänzung zum Thema Repressionen bei Abseilaktionen.
Die Referentin wird aus ihren eigenen Erlebnissen beim Protest gegen die Startbahn West berichten.
Dokumentarfilm über das Hüttendorf, das 1980 in einem Waldabschnitt bei Frankfurt am Main errichtet wurde, um gegen den geplanten Bau der Startbahn West zu demonstrieren.
Mit anschließender Diskussionsrunde.
Aufgrund der im Oktober möglichen Räumung wollen wir uns gemeinsam mit Räumungs Situationen beschäftigen. In dem Aktionstraining werden wir uns auf Grundlage von Erfahrungen und legal Wissen über Räumungen von Waldbesetzungen austauschen, um uns möglichst gut vorbereitet zu fühlen. Wir wollen versuchen Fragen und Unsicherheiten zu klären!
Legal Infos werden zwar eine Rolle spielen, aber es ist kein legal Skillshare und kann daher nicht den Anspruch auf vollständiges juristisches Fachwissen erfüllen.
Leider kein Text vorhanden
Noch kein Text vorhanden

